Teamgeist online: Arbeiten im Home-Office

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home office setup with coffee and flowers

„Hallo, wie geht’s dir? Ich wollte mal fragen, ob du gesund bist und wie es bei dir im Home-Office läuft!?“ ist aktuell ein normaler Einstieg in Telefonate mit den lieben Kollegen. Denn die meisten arbeiten aufgrund der Covid-19 Pandemie von zuhause aus. Die Einstellung auf diese besonderen Umstände erfordert Dynamik, Struktur und Teamgeist. Und das alles on remote. Im Frühling 2020 ist alles anders. Auf der Arbeit, in der Stadt, in ganz Deutschland, weltweit.

Dynamik

Alles hat zwei Seiten. Das wird für mich momentan besonders deutlich, wenn ich über die Vor- und Nachteile der Arbeit im Home-Office nachdenke. Was positiv ist, hat dennoch Nachteile. Es macht den Umgang mit der Situation jedoch bedeutend einfacher, wenn ich mich auf die positiven Aspekte konzentriere.

Pro Kontra
Kaffee zuhause trinken – kurzer Weg zur Kaffeemaschine und mit Hafermilchschaum schmeckt es mir sogar noch besser Kaffee zuhause trinken – leider ohne meine Kolleginnen und Kollegen
Kein Weg zur Arbeit – spart sowohl CO2 als auch Zeit und Geld Kein Weg zur Arbeit – kein Tapetenwechsel
Effiziente Meetings per MS Teams oder Skype Keine zufälligen Begegnungen und Gespräche mit den Kollegen, mit denen ich momentan nicht am Projekt arbeite
Mittagessen-Angebot selbst bestimmen Mittagessen selbst kochen – kein vielfältiges Salatbuffet des Kantinen-Teams
Mehr Zeit für Sport Kürzerer Weg zum Kühlschrank

 

Meetings finden online per Video statt, sind in der Regel auf ein Thema konzentriert und somit meist sehr effizient. Aber der Kontakt mit Kollegen und die zufälligen Begegnungen auf unseren Fluren fehlen mir. Zum Meeting gehen, auf dem Weg mit einem Lächeln begrüßt zu werden und sich kurz auszutauschen, ist momentan nicht möglich.

Eindeutig zur positiven Seite gehört für mich, dass ich direkt nach Feierabend noch die schönsten Sonnenstunden für eine Laufrunde nutzen kann. Anstatt erst mit dem Bus nach Hause zu fahren, kann ich direkt in die Laufschuhe schlüpfen und losrennen. Die Bewegung und frische Luft sind sehr wichtig. So vermeide ich eine Dysbalance zwischen Kopf und Körper. Das Laufen ist mein Ausgleich zwischen mentaler Anstrengung und physischer Aktivität. Dennoch fehlt mir unser Betriebs-Pilateskurs mit den Kollegen. Die gute Nachricht: Dieser wird in den kommenden Wochen online stattfinden! Da mehr Leute in den virtuellen als in den physischen Pilatesraum passen, kann ich sogar an beiden Terminen der Woche teilnehmen. Das ist eindeutig ein Grund zur Freude!

running in the forest

So schwer diese Zeit auch ist, so groß die Unsicherheit und Sorgen, so froh bin ich, dass uns diese Zeit des Social Distancing wenigstens im Frühling trifft. Im dunklen, tristen Winter wären die Möglichkeiten begrenzter und die Stimmung gedrückt. Ich sehe es positiv, dass ich wenigstens allein oder zu zweit die Natur und das Wetter genießen kann. Dafür haben wir ja jetzt auch noch mehr Zeit…

Struktur

Für mich war es anfangs eine Umstellung, nicht mehr jeden Morgen um 7:01 Uhr in den Bus zu steigen, um ins Büro zu fahren. Die räumliche Trennung zwischen Arbeit und Freizeit ist von einem auf den anderen Tag nicht mehr gegeben. Das erfordert neue Strukturen und Routinen des Alltags.

Jede Mittagspause nutze ich für einen Spaziergang über das Feld, das nur wenige Meter entfernt ist. Die Beine für ein paar Minuten an der frischen Luft zu vertreten tut gut. Sowohl für den Kopf als auch für den Körper. Denn der Osterhase war scheinbar weder in Quarantäne noch im Home-Office und hat fleißig Schokolade verteilt. 😉 Das liefert neue Energie für die Arbeit am Nachmittag.

Schnell habe ich in die neue Normalität gefunden, indem ich meine gewohnten Arbeitszeiten einhalte. Das gilt sowohl für den konsequent frühen Start in den Arbeitstag als auch für den Feierabend. Um effektiv zu arbeiten und Home-Office nicht als Belastung zu empfinden, ist es für mich wichtig, nach Feierabend einen klaren Schlussstrich zu ziehen. Dann wird der Rechner heruntergefahren und die Home-Office-Tür bis zum nächsten Morgen geschlossen.

Okay, ich gebe zu, mein Home-Office ist kein Raum und hat auch keine eigene Tür – aber es ist ein fester Ort, an dem mein Laptop seinen Platz hat. Hier wird dann eben der Laptop zugeklappt. Funktioniert zum Glück auch gut.

Feld mit Sonnenuntergang mit Blick auf den Taunus
Der Feldweg mit Blick in den Taunus, bei einer Feierabendrunde aufgenommen.

Teamgeist

Im Frühling 2020 ticken die Uhren weltweit anders. So schnell sich unser Alltag geändert hat, so schnell war es möglich, die Digitalisierung im Unternehmen voranzubringen. Unsere IT hat innerhalb weniger Wochen für jeden Mitarbeiter die Soft- und Hardware für das mögliche Mobile Office vorbereitet. An dieser Stelle geht auch nochmal ein Dank an euch, liebe IT-Kollegen!

Was vorher Meetingräume, die Kantine oder die Kaffeeecke waren, sind heute Skype oder MS Teams. Letzteres bietet sogar die Möglichkeit, seine Meetings virtuell vom Strand, einem Meer aus Luftballons oder aus der Galaxis zu halten – DAS bietet der Meetingraum natürlich nicht. 😉

MS Teams Meeting mit meinem Kollegen Olivier Pousset in Brüssel.

Teamgeist international – Take care!

Der Umgang, besonders mit den internationalen Kollegen, ist persönlicher geworden. Trotz der Distanz über Ländergrenzen rücken wir alle enger zusammen. „How are you?“ zu Beginn eines jeden Meetings hat an Gewicht gewonnen. Wir tauschen uns über die aktuelle Lage in den verschiedenen Ländern aus, die Einschränkungen im Alltag und das Leben im Home-Office. „Take care“ und „Stay healthy“ schließen sowohl unsere Meetings als auch unsere E-Mails ab und stärken den Zusammenhalt und Teamgeist, der über geschäftliches hinausgeht.

Zeit für Neues

Schmerzlich vermisse ich Treffen im Café mit Freunden, Kino- und Restaurantbesuche. Besonders diesen sonnigen April hätte man gut vor den Cafés verbringen können. Meine Corona-Version dessen ist der Kaffee im Thermobecher auf der Bank am Feld mit Blick auf die Skyline von Frankfurt.

Neue Hobbies und Aktivitäten müssen her! Meine Kollegen vertreiben sich ihre neu gewonnene Freizeit mit dem programmieren Lernen, Bücher Lesen oder Sport (natürlich allein).
Mich hat die Muse geküsst und das neuste Projekt wird gestartet: Ich verbessere meine – bisher zugegebenermaßen bescheidenen – Handlettering-Fähigkeiten. Hier einer meiner Versuche mit einer subtilen Botschaft auf der Metaebene:

handlettering stay home im home-office

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Home-Office, was vermisst ihr, was gefällt euch?

Bleibt gesund!

 

Lest hier mehr über unseren “Teamgeist”.

Hier noch ein paar weitere nützliche Tipps: 11 Tipps fürs Home-Office in Corona-Zeiten (externer Inhalt)

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