Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

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Welcome_Teamgeist

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Franz Kafka

Manchmal läuft es anders als geplant. Trotzdem findet sich ein Weg, den man gerne geht. So kann man als Make-Up-Artist über ein BWL-Studium auch zu einer Mitarbeiterin einer Ingenieursgesellschaft werden. Denn manchmal kommt es einfach anders.

Rückblick

2018

• Ich halte meine druckfrische, säuberlich gebundene Bachelorarbeit in den Händen. Nach monatelanger Recherche und Schreibarbeit, Schweiß und Tränen sowie literweise Kaffee ist meine Thesis endlich fertig. Ich bin mehr als bereit, sie abzugeben und gänzlich mit dem Ergebnis zufrieden (“Egal – ich lass’ das jetzt so!”). Bald habe ich das letzte Semester meines BWL-Studiums mit Marketing-Schwerpunkt abgeschlossen.

Es hat alles geklappt. Die Thesis war sehr erfolgreich, die Klausuren habe ich gut bestanden. Jetzt fehlt nur noch meine Praxiserfahrung. Da ich vor dem Studium eine Ausbildung zum Make-Up-Artist absolviert habe, bin ich auf der Suche nach einer Werkstudentenstelle im Marketing eines Kosmetikunternehmens. Dabei stoße ich jedoch auf eine Stellenausschreibung zur Werkstudentin Marketing Communications & CSR bei Lahmeyer International.

• Einladung. Vorstellungsgespräch. Zusage. Erster Arbeitstag.

Da ist sie: Die etwas andere als zuvor geplante Version der Stelle im Marketing. Aber bricht man sowohl Make-Up als auch Ingenieurswesen etwas herunter, findet man eine klare Gemeinsamkeit: Planung und Gestaltung. Also ist es doch gar nicht so weit voneinander entfernt, oder? 😉
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

• Ich habe mich gut im Team und an meinem Arbeitsplatz eingelebt. Die alltäglichen Aufgaben machen Spaß und ich lerne viel.

Für Lahmeyer steht ein Rebranding an. Schon länger gehört das Unternehmen zu Tractebel. Ab dem 31. Januar 2019 repräsentieren das auch der Firmenname und die Marke. Dies soll mit einer feierlichen Veranstaltung zelebriert werden. Alles muss organisiert und aktualisiert werden: Vom virtuellen Banner über den Auftritt in den Sozialen Medien oder den Kugelschreiber bis zur Stele vor dem Haupteingang.

• Mein Hauptprojekt ist die Zusammenstellung des Welcome-Packages. Alle Mitarbeiter/-innen sollen ein Willkommensgeschenk erhalten. Zwar wechseln sie nicht ihren Arbeitsplatz, eine Veränderung ist das Rebranding dennoch.

• Dem Package fehlt noch das Herzstück: Ein schöner Willkommens-Begleiter. Nach einigem Kopfzerbrechen und der Suche nach Inspiration, schlage ich den „Teamgeist“ vor. Das kleine lächelnde Wesen aus Plüsch mit den großen Augen soll unseren „Teamgeist“ greifbar machen.

Teamgeist Tractebel

Januar 2019

Am 31. Januar ist es soweit: Die Rebranding Zeremonie findet statt. Die Feier zeigt, wie wichtig Wandel und Veränderung für ein Unternehmen sein können. Lahmeyer und Tractebel verschmelzen nach außen sichtbar zu einem Team unter dem Markendach Tractebel. Hier wird das deutlich, was das kleine Wesen aus Plüsch bereits symbolisiert: Der Teamgeist.

Rebranding Ceremony

Februar & März 2019

Der „Teamgeist“ sitzt jetzt in vielen Büros auf den Schreibtischen und das Ende meines Studiums steht an. Ich werde meine Werkstudententätigkeit aufgeben müssen. Leider! Jetzt bin ich gut eingearbeitet und habe meine Routinen und Herausforderungen gefunden

Durch die Stelle konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln. Es war schön, meine Ideen einbringen und umsetzen zu dürfen. Was erwartet mich als nächstes?

April 2019

Auf dem Schreibtischstuhl im Werkstudentenbüro sitzt jetzt eine Bachelorette of Science. Ich musste meine Werkstudentenstelle aufgeben.
Aus dieser ist eine Vollzeitstelle geworden. Jetzt arbeite ich als Junior Marketing Referentin bei Tractebel.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. 

Was für eine spannende Zeit!
Die Social Media Aktivitäten sollen ausgebaut werden und das Rebranding zieht viel Arbeit nach sich. Daher unterstütze ich das Team weiterhin. Ich freue mich sehr auf dieses neue Kapitel.

Das Leben hält eben viele unerwartete Wendungen bereit. Dies erfordert Flexibilität, Neu-Orientierung und die Reaktion auf neue Gegebenheiten.
Das erlebte ich zum ersten Mal mit 11 Jahren. Jenes Jahr, in dem ich die Einladung nach Hogwarts erwartete, verstrich unverrichteter Dinge. Also schlug ich einen anderen Weg ein, bei dem ich meine Ziele zwar nicht aus den Augen ließ, aber immer offen für neue Wege war. Und so wird es immer wieder sein.
Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Und vielleicht gibt es auch noch ein drittens und es kommt noch besser. 

Hogwarts Tasse_Teamgeist_Victoria Scheithauer

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