Collègues disent bonjour – Berufsalltag in Tunis studieren

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Eine vier wöchige Auslandsentsendung nach Tunis! Was wird mich als junge Frau in der umtriebigen Metropole wohl erwarten? Wie nehmen mich die Kollegen und Kolleginnen auf? Wird mein Schulfranzösisch für die Verständigung ausreichen? Viele Fragen hatte ich im Gepäck, als ich nach Tunesien aufbrach. Meine Aufgabe war, die Mitarbeiter im GKW Consult Branch Office bei verschiedenen administrativen Aufgaben zu unterstützen.

Diese Chance bot sich im Rahmen meines dreijährigen dualen Studiums „Business Administration“ bei Lahmeyer International. Mit Unterstützung von GKW Consult nutzte ich die Gelegenheit, die Arbeit in diesem ausländischen Büro kennen zu lernen.

NEUE HERAUSFORDERUNGEN

Zusammen mit meiner Kollegin aus Mannheim flog ich nach Tunis. Am Flughafen angekommen, stand ich vor der größten Herausforderung: Französisch sprechen. In meiner Schulzeit hatte ich zwar Französisch, aber das ist knapp sieben Jahre her. Zum Glück haperte es zu Beginn eher am Sprechen als am Verstehen. Dank der Hilfe meiner Kollegin klappte das jedoch recht schnell.

Entgegen meinen Erwartungen habe ich mich während der Zeit in Tunis nie gefürchtet oder unsicher gefühlt, auch nicht abends allein auf der Straße. Ich versuchte zwar zu vermeiden, abends im Dunkeln allein zu laufen und hatte mir vorgenommen, auf Taxen umzusteigen. Doch diese sind dort so günstig, dass sie alle ständig besetzt sind, sobald es dunkel wird. Auf meinem 25-minütigen Fußweg vom Fitnessstudio zum Hotel um 19 Uhr abends zählte ich 38 Taxen, alle belegt. Da um diese Uhrzeit immer noch so viel auf den Straßen los war, bin ich doch gelaufen und in keine unangenehme Situation geraten.

LEBEN IN TUNIS

Das Leben in Tunis ist allgemein sehr, sehr günstig, was mich als Studentin natürlich besonders gefreut hat. Die Umgebung von Tunis bietet einige schöne kleine Städte und historische Bauten. Jeden Tag schien die Sonne und ich sog in meinen Mittagspausen im Park vor dem Büro die wohltuenden Strahlen auf.

Gefehlt hat mir vegetarisches Essen. Es gibt sehr wenig Gerichte ohne Fleisch und ohne Fisch. Überall wird Knoblauch verarbeitet, also hatte ich quasi einen Monat lang eine „Knoblauchfahne“ 😀 Umso mehr genossen habe ich die sämtlichen Patisserien, die es gefühlt an jeder Ecke gibt, die köstlichste Süßigkeiten und Spezialitäten anbieten und vor allem unglaublich leckere Croissants.

GKW OFFICE

Das Branch Office liegt in der Innenstadt von Tunis in einem modernen Bürogebäude. Hier arbeiten drei festangestellte Mitarbeiter und zwei Mitarbeiterinnen. Die GKW Consult begleitet seit vielen Jahrzehnten verschiedene Projekte im Bereich Wasser in Tunesien. Diese sind im Land verteilt und werden zum Teil vor Ort auf der Baustelle und zum Teil aus dem Office in Tunis betreut. Das Arbeiten im Büro ähnelt dem in Deutschland. Als „Projektmanagerin“ hatte ich dort vergleichbare Aufgaben wie im Projektcontrolling in meinem Heimatland. Die Kolleginnen und Kollegen waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Sie erzählten mir viel über die Kultur und Mentalität.

Heute blicke ich auf eine schöne und lehrreiche Zeit in Tunis zurück. Ich bin sehr froh, die Kultur und Mentalität persönlich erlebt zu haben. Immer wieder bin ich über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe mich den Herausforderungen erfolgreich gestellt. Ich rate gerne auch anderen dazu, sich auf fremde Dinge einzulassen, selbst wenn man zunächst großen Respekt vor dem Unbekannten hat.

Hier noch einige Eindrücke von meiner Reise …

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